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![]() | Fotografie unter Tage Will man unter Tage fotografieren, so werden besondere Anforderungen auch an das Fotoequipment gestellt. Innerhalb unserer Gruppe gibt es 2 verschiedene Trends, zum einen mit möglichst kleinen und leichten Gerätschaften Dokumentation zu betreiben, zum anderen mit schwerer und professioneller Ausrüstung Bilder zu erstellen. Jede dieser 2 Arten hat diverse Vor-, wie auch Nachteile aufzuweisen. Benutzt man ein relativ einfaches System, bestehend aus einem kleinen Stativ und einer kleinen digitalen Kompaktkamera, hat man nicht nur ein relativ günstiges, sondern auch leichtes, kleines und gut zu transportierendes System stets griffbereit zur Hand. Überaus wichtiges Kriterium ist bei einer solchen Kompaktkamera die Möglichkeit Langzeitbelichtungen zu machen, häufig heißt diese Funktion in den Menus Nachtfoto, Sternenhimmel oder Nachtszene. Da bei dieser Funktion ein Verwackeln der Kamera während des Belichtungsvorganges zu einem unbrauchbaren Bildergebnis führen würde ist ein Stativ zwingend notwendig. Durch ein geringes Eigengewicht der Kamera reicht ein sehr leichtes und kleines Aluminiumstativ aus. Die besten Ergebnisse erzielt man, wenn man die Langzeitbelichtung mit einer Selbstauslöserfunktion initiiert. Somit wird ein mögliches Verwackeln beim Drücken des Auslösers auch umgangen. Je stärker die zum Ausleuchten verwendete Lichtquelle ist, desto kürzer muss die Kamera belichten um ein Bild mit ausreichender Helligkeit zu liefern, daraus resultiert dann weniger Bildrauschen (Krisseln, bunte Pixelfehler, Unschärfe). ![]() Lumix FX33 Für besonders hoch auflösende und qualitativ hochwertige Bilder gibt es in unserer Gruppe die Möglichkeit entsprechend hochwertiges Equipment einzusetzen. Meistens kommt dieses erst zum Einsatz, wenn das abzufotografierende Areal ausreichend erkundet ist, die Zugänge groß genug sind, sodass die Ausrüstung hindurchpasst, und die Anlage ein längeres Verweilen zum Fotografieren zulässt. Die Ausrüstung ist um einiges umfangreicher und auch um ein vielfaches teuerer als einfache Kompaktkameras, auch das Gewicht ist wesentlich höher. Eine gute Ausstattung besteht vorzugsweise aus einer vollformatigen digitalen Spiegelreflexkamera, diversen Blitzgeräten, Fernauslöser, verschiedenen Objektiven, einigen Aufschraubfiltern und ein sehr stabiles Stativ. Durch den großen Umfang kommt natürlich auch einiges an Preis und Gewicht zusammen, die Ausgaben können sich leicht auf mehrere tausend Euro belaufen und ein Gesamtgewicht von 10kg ist auch schnell überschritten. Die Technik des Aufnehmens ist eigentlich die gleiche, wie bei einer Kompaktkamera, allerdings ist hier ein umfangreicheres Wissen des Fotografen notwendig, empfehlenswert ist es auch stets mit dem Rohdatenformat (RAW) zu arbeiten. Für gewöhnlich sollte man sämtliche Einstellungen manuell wählen, die ISO möglichst gering halten und den Autofokus ggf. abschalten. Auch hier empfiehlt es sich den Selbstauslöser zu verwenden, wenn möglich sogar Spiegelvorauslösung zu aktivieren und einen Fernauslöser zu verwenden. Mit der Belichtungszeiteinstellung BULB und einem Fernauslöser mit entsprechender Funktion lässt sich die Aufnahmezeit problemlos auf mehrere Minuten ausweiten. Mit entsprechender Computersoftware lassen sich Rohdateien öffnen und beim Bearbeiten am PC wird man schnell die Vorzüge bemerken, wie zum Beispiel Bildinformationen, die bei einer JPEG-Kompression verloren gehen oder die Möglichkeit one-shot-HDRs anzufertigen. Der Vorteil beim Verwenden dieser professionellen "Werkzeuge" ist ganz klar ein qualitativ hochwertigeres Endergebnis. Empfehlenswert zum Schutz der Ausrüstung sind auch wasserdichte Hartschalenkoffer, in diesen sind Kamera und Zubehör optimal vor Nässe und Stößen geschützt. ![]() Nikon D700 mit MB-10 |