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![]() | die Geologie unseres Reviers Das Weserbergland war im Laufe seiner Entwicklungsgeschichte lange Zeit Teil des so genannten Niedersächsischen Beckens, einer 250 Km langen und 60 Km breiten Grabenstrucktur am Südrand des Norddeutschen Beckens. Dieses lag seinerseits im Südteil des Mitteleuropäischen Beckens. Das Niedersächsische Becken existierte als Senkungsgebiet bis in die Oberkreide hinein, wo es im Zuge der Alpenauffaltung zur Hochscholle des Niedersächsischen Tektogens wurde. Zu Beginn der Jura-zeit drang das von Norden kommende Boralmeer erneut in das Mitteleuropäische Becken vor, gleichzeitig hatte der norddeutsche Sedimentationsraum fast während des gesamten Lias und Doggers Verbindung mit dem südlichen Meeresraum der Tethys, sodass auch von dort eine reiche Tierwelt in das Norddeutsche Becken einwandern konnte.(Zur Freude des Fossiliensammlers) Südlich von Minden befindet sich der Weserdurchbruch, die Porta Westfalica. Sie trennt das von Osten nach Westen verlaufende Weser- Wiehengebirge, welches bei Lübbecke mit 320 m NN seine größte Höhe hat. Das Streichen des im wesentlichen aus Juraschichten aufgebauten Gebirges verläuft von Ost nach West. Das Einfallen der Schichten nach Norden beträgt bei Porta 21°, bei Häverstädt 28-30° und bei Bergkirchen 36-38°. Im mittleren Jura, und zwar im oberen Dogger (Callovium) treten dunkelgraue oolithische Toneisensteine auf, die infolge Verwitterung an der Luft rot anlaufen. Wichtigstes Föz ist das Wittekindflöz, das auf einer Länge von etwa 15 Km von der Porta bis Nettelstedt anzutreffen ist. Das 1 bis 2,20 m mächtige Flöz war auf etwa 10 Km streichender Erstreckung bauwürdig. Bei Nettelstedt beträgt die Flözmächtigkeit nur noch 5 cm. Im Norden des Gebirges taucht das Flöz unter mächtigen Kreideschichten ab. Genauer gesagt befindet sich das Wittekindflöz Hauptlager oberhalb des 5-12 m mächtigen Porta Sandsteins und der 0,5 m mächtigen darüber liegenden sandigen Liegendpartie. Seine durchschnittliche Mächtigkeit beträgt 1,50 m bestehend aus dem Unteren Toneisensteinpacken (Ammonitenschicht), tonigen Oolith und oberen Toneisensteinpacken. Über dem Flöz befindet sich ein ca. 20 cm mächtiger Schwefelkiespacken,der darüber in den 35-40 m mächtigen Ornatenton übergeht. Das Wittekindflöz ist sehr ammonitenreich, zu nennen sind u.A. Macrocephalites macrocephalus, M. tumidus, M. compressus, Chamoussetia chamousseti, Perisphinctes funatus, P. balinensis, P.euryptychus, P. moorei, P. mosquensis, P. furcula, Kepplerites keppleri, K. franconicus, K. galilaei, Propanulites teisseyrei, Pr. Koenigi, Pr. Arciruga, Pr. subcuneatus. |